Leistungsdruck: Wann Leistung krank macht | Sicht Weise der Podcast von und mit Anette Pelzer

Shownotes

Leistung gehört zu unserem Leben. Sie kann uns weiterbringen, stolz machen und das gute Gefühl geben, etwas Sinnvolles geschafft zu haben. Problematisch wird es, wenn aus Leistung ein Druck entsteht, der niemals nachlässt: schneller arbeiten, mehr erledigen, keine Fehler machen – und am besten auch noch perfekt entspannen.

In dieser Folge von „Sicht Weise“ spricht Anette Pelzer darüber, warum sich unsere innere To-do-Liste scheinbar über Nacht vermehrt, weshalb der Vergleich mit anderen häufig unfair ist und was dauerhafter Leistungsdruck mit Körper, Schlaf, Konzentration und Geduld machen kann.

Besonders deutlich zeigt sich dieser Druck in der Pflege. Pflegekräfte sollen schnell, fehlerfrei und wirtschaftlich arbeiten – und dabei menschlich, aufmerksam und einfühlsam bleiben. Viele geben längst alles und haben trotzdem das Gefühl, es reiche noch immer nicht.

Doch Leistungsdruck kommt nicht nur von außen. Oft steckt dahinter der eigene Anspruch, immer stark, zuverlässig und belastbar sein zu müssen. Eine Pause erscheint dann wie ein Versagen, obwohl sie in Wahrheit notwendig ist, um gesund und handlungsfähig zu bleiben.

Vielleicht besteht der größte Erfolg nicht darin, immer noch mehr zu schaffen. Vielleicht besteht er darin, rechtzeitig zu erkennen, wann genug wirklich genug ist.

Denn eines sollten wir niemals vergessen: Unser Wert als Mensch ist nicht an unsere Leistung gebunden.

Transkript anzeigen

00:00:00: Leistungsdruck, wann Leistung krank macht.

00:00:05: Herzlich willkommen zur Sichtweise von und mit Annette Pelzer!

00:00:10: Schön, dass du heute wieder dabei bist.

00:00:12: Heute richten wir den Blick auch einmal auf etwas das uns manchmal alle betrifft – auch wenn wir es im Alltag häufig übersehen.

00:00:24: Es geht um Leistungsdrück.

00:00:26: Leistung gehört zu unserem Leben.

00:00:28: Ohne Leistung würde vieles nicht funktionieren.

00:00:32: Menschen gehen arbeiten, kümmern sich um ihre Familie lernen helfen anderen und übernehmen Verantwortung.

00:00:40: Das ist gut so!

00:00:41: Leistungen bringt uns weiter.

00:00:43: sie kann stolz machen und das Gefühl geben etwas Sinnvolles getan zu haben.

00:00:49: Schwierig wird es einem aber erst dann wenn aus Leistung Leistungsdruck wert.

00:00:56: Dann geht es nicht mehr darum sein bestes zu geben Dann geht es nur noch darum, immer mehr zu schaffen.

00:01:03: schneller besser und am besten ohne Fehler.

00:01:07: Irgendwann hat man das Gefühl ständig hinterherzulaufen Egal wie viel erledigt ist.

00:01:14: die nächste Aufgabe wartet schon.

00:01:17: Und das Verrückte ist Die To-do Liste scheint sich nachts heimlich zu vermehren.

00:01:26: Leistungsdruck begegnet uns überall Ob es in der Beruf ist, in der Schule oder in der Familie sogar in unserer Freizeit.

00:01:38: Früher ist man spazieren gegangen weil schön war.

00:01:41: heute miss die Uhr jeden Schritt und fragt am Ende des Tages gefühlt noch War das alles?

00:01:51: Selbst die Erholung bekommt plötzlich eine Bewertung.

00:01:56: Viele vergleichen sich mit anderen.

00:01:58: In den sozialen Medien sieht alles perfekt aus Erfolgreich im Beruf, glückliche Familie, sportlich entspannt und nebenbei wird noch das perfekte Abendessen gekocht.

00:02:10: Was man nicht sieht sind die Tage an denen auch dort etwas schiefläuft.

00:02:16: Vergleiche sind deshalb oft unfair weil wir unser echtes Leben mit den schönsten Momenten anderen vergleichen.

00:02:26: Unser Körper kennt diesen Unterschied nicht.

00:02:29: für ihn bedeutet dauerhafter Druck vor allem eins Stress.

00:02:34: Das Herz schlägt schneller, der Schlaf wird unruhiger die Gedanken kreisen und irgendwann fehlt die Kraft.

00:02:40: Die Konzentration lässt nach, die Geduld wird weniger und selbst Kleinigkeiten können plötzlich zu einer großen Belastung werden.

00:02:49: Der Körper zieht irgendwann die Notbremse.

00:02:53: Leider hören viele Menschen erst dann hin.

00:02:57: Gerade in der Pflege ist Leistungsdruck ein täglicher Begleiter.

00:03:02: Es soll alles schnell gehen fehlerfrei sein und gleichzeitig menschlich bleiben.

00:03:07: Dokumentation muss geschrieben werden, Angehörige brauchen Antworten Kollegen und Kollegen.

00:03:12: Benötigen Unterstützung und die Menschen, die gepflegt werden verdienen Zeit und Aufmerksamkeit.

00:03:19: Das alles gleichzeitig zu schaffen ist oft kaum möglich.

00:03:22: Trotzdem haben viele Pflegekräfte das Gefühl noch mehr leisten zu müssen.

00:03:29: dabei geben sie längst alles was möglich ist.

00:03:32: Leistungsdruck entsteht häufig nicht nur durch andere Menschen, es entsteht auch durch den eigenen Anspruch.

00:03:40: Viele haben gelernt dass sie nur dann eine Erkennung bekommen wenn sie funktionieren.

00:03:46: immer stark sein immer zuverlässig sein keine Fehler machen doch wer sich selbst nie erlaubt auch einmal eine Pause zu brauchen läuft Gefahr irgendwann die eigene Gesundheit zu verlieren.

00:04:02: Dabei ist eine Pause kein Zeichen von Schwäche.

00:04:06: Sie isst... ...eine Investition in die eigene Kraft!

00:04:12: Niemand würde erwarten, dass ein Auto jahrelang ohne tanken fährt.

00:04:17: Warum erwarten wir das von uns selbst?

00:04:22: Es lohnt sich deshalb nicht regelmäßig einer einfache Frage zu stellen, mache ich das gerade weil ich es wirklich möchte oder weil ich glaube, es von mir erwarten zu müssen?

00:04:34: Allein diese Frage kann dem Blick auf das eigene Leben verändern.

00:04:40: Leistung ist wichtig!

00:04:42: Sie bringt uns weiter und lässt uns wachsen, aber sie darf niemals darüber entscheiden wie viel wir als Mensch wert sind.

00:04:52: Unser Wert hängt nicht davon ab, wie viele Stunden wir arbeiten, wieviele Aufgaben wir erledigen oder wie perfekt wir funktionieren – unser Wert ist nicht an Leistungen gebunden.

00:05:06: Vielleicht ist der größte Erfolg gar nicht immer mehr zu schaffen.

00:05:10: Vielleicht ist er größter Erfolg zu erkennen, wann genug auch wirklich genug ist!

00:05:18: Vielen Dank dass du heute bei Sichtweise von und mit Annette Pelser dabei warst.

00:05:23: Wenn dir diese Folge gefallen hat oder sie dich zum Nachdenken angericht hat freue ich mich über ein Like Ein Kommentar?

00:05:32: Oder wenn Du diesen Podcast mit anderen Menschen teilst Bis zur nächsten Folge.

00:05:37: Wünsche ich dir alles Gute, pass gut auf dich auf und denk immer dran!

00:05:42: Du musst nicht ständig mehr leisten um mehr wert zu sein.

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