Die Ehre des letzten Weges | Sicht Weise von Anette Pelzer

Shownotes

Sterbebegleitung ist eine Ehre In dieser Episode von Sicht Weise von Anette Pelzer geht es um Würde, Nähe und Menschlichkeit auf dem letzten Weg.

Sterbebegleitung ist mehr als Pflege. Sie bedeutet, einem Menschen in einer der sensibelsten Phasen seines Lebens mit Respekt, Ruhe und echter Präsenz zu begegnen. Diese Folge lädt dazu ein, den letzten Weg nicht nur als Abschied, sondern auch als Ausdruck von Mitgefühl und menschlicher Haltung zu verstehen.

In dieser Folge geht es um:

  • Würde am Lebensende
  • menschliche Nähe in schweren Momenten
  • die stille Verantwortung in der Begleitung
  • Haltung, Respekt und Mitgefühl in der Pflege

Podcast: Sicht Weise von Anette Pelzer

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Transkript anzeigen

00:00:01: Die Ehre des letzten Weges.

00:00:04: Willkommen bei Sichtweise dem Podcast mit und von mir Annette Pelzer.

00:00:10: In diesem Raum spreche ich über Pflege, Menschlichkeit Und die stillen Wahrheiten, die im Alltag oft keinen Platz finden.

00:00:18: Heute widme ich mich einem Thema was viele berührt Viele verunsichert und doch ein zentraler Teil unserer Arbeit in der Pflege ist Der Sterbebegleitung.

00:00:33: Sterbebegleitung ist kein Randthema.

00:00:35: Sie isst auch keinen Scheitern von Medizin und Pflege, sie ist ein Teil des Lebens den wir nicht abkürzen dürfen sondern würde voll begleiten müssen.

00:00:46: Diese Folge ist eine Einladung zum Innehalten einer Einladungen zum Hinhören Und eine Einladung Sterbe Begleitung als das zu betrachten was sie für die Pflege ist.

00:01:00: Eine Ehre.

00:01:03: Als ich in das Zimmer betrat, wurde mir bewusst dass ich einen Rauben betrat der sich von allen anderen unterschied.

00:01:11: Es war kein gewöhnlicher Fliegeort mehr sondern ein Übergangsraum.

00:01:17: Die Stille war dicht und getragen uns.

00:01:20: sie forderte Respekt.

00:01:22: In diesem Moment verstand Ich erneut da Sterbe Begleitung für Uns in Der fliege keine Pflicht ist Sondern eine Ehre.

00:01:32: Es ist eine Ehre, einen Menschen auf seinem letzten Weg begleiten zu dürfen.

00:01:38: Im Bett lag ein Mensch der ein ganzes Leben in Sicht trug.

00:01:44: Dieser Mensch hatte geliebt, gehofft, gelitten, entschieden und gezweifelt.

00:01:51: Nun lag er hier – schwach geworden im Körper aber nicht bedeutungslos!

00:01:56: Für mich war klar dass dieser Mensch nicht weniger wurde nur weil das Leben sich zurückzog.

00:02:03: Er blieb ein ganzer Mensch bis zum letzten Atemzug.

00:02:10: Ich bliebe zunächst stehen, um innerlich anzukommen – ich wusste das jeder Handlung die ich nun setze Bedeutung tragen würde.

00:02:20: Sterbebegleitung beginnt nicht mit Pflegehandlungen sondern mit der Inneren Haltung.

00:02:27: Sie beginnt mit dem bewussten Entschluss Nicht zu hetzen und nicht zu funktionieren Einfach da sein.

00:02:38: Der Atem der Sterbenden war unregelmäßig und ich beobachte ihn ohne ihn zu bewerten.

00:02:45: Ich hatte gelernt, dass nicht meine Aufgabe ist den Tod zu kontrollieren oder zu beschleunigen.

00:02:52: Meine Aufgabe bestand darin diesen Prozess zu achten und zu begleiten.

00:02:59: Ich setzte mich an das Bett Und nahm seine Hand in meine.

00:03:04: Die Wärme seiner Haut erinnerte mich daran, dass Leben noch da war auch wenn es sich leise verabschiedete.

00:03:13: Ich sprach ruhig und langsam weil Worte in dieser Phase nicht informieren sollen sondern Halt geben.

00:03:23: ich sagte das ich da bin Und ich meinte es.

00:03:28: diese Anwesenheit war kein Versprechen auf Rettung Sondern ein Versprechen.

00:03:37: In der Pflege erleben wir viele Grenzsituationen, doch keine ist so ehrlich wie diese.

00:03:43: In der Sterbebegleitung verlieren Rollen, Hierarchien und Erwartungen ihre Bedeutung – es erzählt nicht mehr was wir leisten sondern wie wir da sind!

00:03:56: Für mich ist genau das der Kern der pflegirischen Ehre Wir dürfen bleiben wenn andere nicht mehr bleiben können.

00:04:06: Als der letzte Atemzug kam, war er still und unspektakulär.

00:04:14: Es gab keinen dramatischen Moment – kein Zeichen das angekündigt hätte dass es nun vorbei ist.

00:04:21: Der Atem hörte einfach auf.

00:04:25: In diesem Augenblick wurde mir erneut bewusst wie still der Tod sein kann.

00:04:31: Ich blieb sitzen weil man einen Menschen nicht verlässt nur weil der Atem aufgehört hat.

00:04:40: Nach einer gewissen Zeit stand ich auf und öffnete bewusst das Fenster.

00:04:47: Diese Handlung war ein Zeichen des Respekts.

00:04:50: In der Pflege tragen wir diesen altes Wissen in uns, dass das Öffnen eines Fensters Raum schafft.

00:05:00: Es ist eine Einladung an die Seele ihren Weg in die Freiheit zu gehen gibt dem Moment Struktur und Herzlichkeit.

00:05:13: Der Raum veränderte sich spürbar, die Luft wurde frischer und es etwas Schweres schien sich zu lösen.

00:05:21: Ich ließ das Fenster geöffnet weil Übergänge Zeit brauchen.

00:05:26: Anschließend begannen die letzte Waschung.

00:05:29: Diese Waschungen ist kein technischer Vorgang Und auch keine routinierte Tätigkeit.

00:05:36: Sie ist ein stilles Ritual und ein letzter Dienst am Menschen.

00:05:42: In dieser Handlung zeigt sich die Achtung vor dem Körper, der dieses Leben getragen hat.

00:05:50: Ich luden die Angehörigen ein bei der letzten Waschung dabei zu sein – ich tat dies bewusst weil genau hier die Trauer weit beginnt!

00:06:01: Wenn Angehörege diesen Moment miterleben dürfen wird er tot begreifbar.

00:06:07: Der Abschied wird real und dadurch verarbeitbar.

00:06:14: Gemeinsam wuschen wir den Körper langsam und achtsam.

00:06:19: Ich erklärte jede Handlung ruhig und klar, die Angehörige durfte berühren Wein und Inhalten.

00:06:29: Niemand musste stark sein.

00:06:32: Dieser Raum gehörte der Trauer und dem Abschied.

00:06:37: Als wir fertig waren lag der Verstorben nur ruhig da.

00:06:42: Es war keine romantische Vorstellung von Frieden, aber es war Vollständigkeit spürbar.

00:06:49: Der Weg war gegangen.

00:06:52: Ich schloss das Fenster nicht sofort weil auch das Loslassen Zeit braucht.

00:06:57: Manche Abschiede brauchen Luft Raum und Stille.

00:07:02: Als ich später das Zimmer verließ trug ich keine Schwere mit mir sondern Demut.

00:07:09: Ich wusste, dass ich Teil eines einzigartigen Momentes gewesen war.

00:07:15: Sterbebegleitung ist kein einfacher Teil der Pflege – aber sie ist einer der würdevollsten!

00:07:22: Für uns in der Pflege ist es eine Ehre einen Menschen auf seinen letzten Weg begleiten zu dürfen.

00:07:32: Sterbbegleitungen erinnert uns daran warum Pflege mehr ist als ein Beruf.

00:07:38: Sie erinnern uns daran das es nicht nur um Heilung geht sondern um Menschlichkeit.

00:07:46: Sie zeigt uns, dass Würde nicht endet wenn das Leben endet.

00:07:53: Wenn du in der Pflege arbeitest dann darfst du wissen Dein dabei bleiben hat Bedeutung Deine Ruhr hat Beteutung dein Respekt hat Betteutung.

00:08:06: Danke, dass Du diesen Weg mit mir gegangen bist.

00:08:10: danke, dass du hingehört hast.

00:08:14: Das war Sichtweise von und mit Annette Peltzer.

00:08:18: Bis zur nächsten Folge!

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